Schweißproduktion ist eine normale physiologische Erscheinung, bei der sich der Körper abkühlt. Die Schweißdrüsen befinden sich an ganzem Körper (außer Ohren und Lippen). Der Organismus eines gesunden erwachsenen Menschen produziert 1 – 1,5 Liter Schweiß pro Tag, bei einem Menschen mit übermäßigen Schwitzen — zwei bis fünfmal mehr. Meistens wird übermäßiges Schwitzen auf Handflächen, in Achselhöhlen, an Füßen, auf der Stirn und an der Nase sichtbar.

Oft entsteht übermäßiges Schwitzen während der Schwangerschaft, nach der Entbindung oder bei der Menopause. Das sind die Zeitabschnitte im Leben des Menschen, in denen sich die Hormonbilanz ändert. Gerade die Veränderung der Hormonbilanz und die damit verbundenen Störungen des Stoffwechsels gelten als die Hauptgründe für die Entstehung des vermehrten Schwitzens. Wenn Sie nicht krank sind, aber plötzlich und übermäßig zu schwitzen beginnen, so liegt der Grund mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Genetik.

Übermäßiges Schwitzen kann man auch durch Einschränkung des Genusses von scharfen und fettigen Nahrungsmitteln sowie Alkohol und Getränken, die koffeinhaltig sind, stoppen. Falls diese Maßnahmen nicht helfen, kann man die Produktion des Schweißes mit Hilfe der Injektionen von Botulinumtoxin durchführen. Heutzutage ist das die effektivste Methode, die die Schweißproduktion für einen Zeitraum von 6 bis 12 Monate reduziert.

Die Injektionen von Botulinumtoxin müssen wiederholt werden. Nach jeder Behandlung wird die Produktion des Schweißes an jeder Körperstelle reduziert. Es bleibt minimales Schwitzen, aber die Kleidung bleibt trocken und es werden keine Schweißtropfen auftreten.

Nach der Injektion ist keine sofortige Wirkung spürbar. Übermäßiges Schwitzen wird allmählich innerhalb von 2-4 Tagen reduziert. Es gibt keine besonderen Empfehlungen, denen man nach der Behandlung folgen muss. An demselben Tag kann sich der Patient waschen und Sport treiben.