Intrauterine Insemination (IUI) unter Verwendung spezieller Pumpe

Ein neues Verfahren zur Durchführung der intrauterinen Insemination (IUI) ist ein verlangsamtes Einführen von vorbereitetem Sperma unter Verwendung der Pumpe „EVIE“. Das ist eine Vorrichtung, die es erlaubt, vorbereitetes Sperma langsamer in die Gebärmutter einzuführen als es bei der Verwendung des traditionellen IUI-Verfahrens geschieht.

Die Pumpe „EVIE“ besteht aus einem Katheter, der in die Gebärmutter eingeführt wird, einer Pumpe mit dem Chronometer, der Inseminationsspritze und einem Gurt. Mit Hilfe des Gurtes wird das Gerät an der Hüfte der Frau befestigt. Mit Hilfe der Pumpe wird vorbereitetes Sperma in die Gebärmutter der Frau sehr langsam eingeführt. Die Frau kann in dieser Zeit eine normale Lebensweise führen und in einigen Stunden das Gerät selbständig entfernen. Dieses patentierte Gerät wurde auf der Konferenz des Europäischen Verbandes für Reproduktion des Menschen und Embryologie (ESHRE) in Rom im Jahre 2010 präsentiert und rief ein großes Interesse hervor. Das Produkt „EVIE“ wurde sowohl in Europa (CE-Zeichen), als auch in den USA (FDA) anprobiert, und es wird in der klinischen Praxis seit 2011 verwendet.

Die Pumpe „EVIE“ schafft Bedingungen für eine langsame (innerhalb von 3-4 Stunden) Einführung von vorbereitetem Sperma in die Gebärmutter. Indem das System der langsamen Einführung den natürlichen Prozess imitiert, erweitert es den Rahmen von Möglichkeiten, da während einer langen Zeit große Menge von beweglichen Spermatozoen in die Gebärmutter gelangen. Auf solche Weise steigt die Möglichkeit von Spermatozoen, die Eizelle zu erreichen. Der Vorteil dieses Verfahrens im Vergleich zu dem IUI-Standardverfahren besteht darin, dass der Ausfluss von Sperma in die Vagina verhindert wird. Während der Durchführung der traditionellen IUI-Prozedur wird vorbereitetes Sperma sofort und ganz in die Gebärmutter eingespritzt, deswegen erreicht große Menge von Spermatozoen die Eizelle. In dieser Zeit kann der Prozess der Befruchtung gestört werden, da während der natürlichen Befruchtung der Ampullenteil des Eileiters nur von einer geringen Menge von aktiven Spermatozoen erreicht wird. Bei der Verwendung des physiologischen Systems der langsamen Einführung von Spermatozoen wird davon ausgegangen, dass die Aufnahmefähigkeit der Eizelle zu Spermatozoen und zu physiologischen Prozessen der Befruchtung besser sein kann. Deswegen zeigen erste Untersuchungen bei der Verwendung des Systems „EVIE“ ähnliche Erfolgswahrscheinlichkeiten wie bei In-Vitro-Befruchtung.

Ähnliche Untersuchungen wurden in England, Deutschland und Israel durchgeführt. Laut den Ergebnissen dieser Untersuchungen hatten etwa 30% Patienten, die mit „EVIE“ behandelt wurden, Erfolg. In der Gruppe von Patienten, die mit „EVIE“ behandelt wurden, wurde doppelt so hohe Anzahl von Schwangerschaften festgestellt, als bei der Gruppe, die mit der traditionellen IUI-Technologie behandelt wurden.

Den meisten unfruchtbaren Paaren werden zu Beginn der Behandlung 3-6 traditionelle IUI-Prozeduren angeboten, die Verwendung von „EVIE“ kann die Ergebnisse der Behandlung verbessern.